Havaneser

(Bichon havanais)

HavaneserFCI-Standard Nr. 250
Ursprung : Westliches Mittelmeerbecken; Entwicklung: Kuba
Patronat: FCI
Verwendung : Gesellschafts-und Begleithund.

 

 

 

Klassifikation FCI : Gruppe 9 Gesellschafts-und Begleithunde
                               Sektion 1 Bichons und verwandte Rassen
                               Ohne Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild: Der Havaneser ist ein kleiner, kräftiger, niederläufiger
Hund; er ist lebhaft und flink; sein Haar ist lang, üppig, weich und vorzugsweise gewellt.
Wichtige Maßverhältnisse: Die Länge des Fangs von der Nasenspitze zum Stop entspricht
der Länge des Schädels vom Stop zum Hinterhauptschachel. Das Verhältnis zwischen der
Rumpflänge (gemessen zwischen Buggelenk und Sitzbeinhöcker) und der Widerristhöhe
beträgt 4:3.

Verhalten / Charakter (Wesen): Speziell aufgeweckt under leicht zum alarmgebenden
Hund zu erziehen; liebevoll und fröhlich, anziehend, bezaubernd, spielerisch, sogar etwas
närrisch. Er liebt Kinder und spielt unentwegt mit ihnen.
Kopf: Mittelgroß; das Verhältnis der Länge des Kopfes zur Länge des Körpers (vom
Widerrist bis zum Rutenansatz gemessen) beträgt 3 : 7.

Schädelregion
Schädel: Flach bis sehr wenig gewölbt, breit; Stirn wenig ansteigend; von oben gesehen ist
der Schädel hinten abgerundet, an allen anderen Seiten fast gerade und viereckig.
Stop: Mäßig ausgeprägt.

Gesichtsschädel
Nase: Schwarz.
Fang: Er verjüngt sich leicht und progressiv gegen den Nasenschwamm zu; nie spitz oder
stumpf.
Lippen: Dünn, trocken, gut anliegend.
Kiefer/Zähne: Scherengebiss. Ein vollständiges Gebiss ist erwünscht das Fehlen der PM 1
(Prämolaren 1) und der M3 Molaren 3) wird geduldet.
Backen: Sehr flach, nicht vorstehend.
Augen: Ziemlich gross, mandelförmig, so dunkelbraun wie möglich. Ausdruch freundlich.
Die Umrandung des Auges soll dunkelbraun bis schwarz sein.
Ohren: Relativ hoch angestzt; sie fallen längs der Backen und bilden eine unauffällige Falte,
die sie leicht anhebt; sie laufen rundlich-spitz aus; sie sind von langen Fransen besetzt. Weder
windmühlenartig abstehend noch dicht an den Backen anliegend.
Hals: Von mittlerer Länge.

Körper: Die Länge des Körpers übertrifft um Weniges die Widerristhöhe.
Oberlinie: Gerade, über den Lenden leicht gewölbt.
Kruppe: Gut abfallend.
Rippen: Gut gewölbt.
Bauch: Gut aufgezogen.
Rute: Hoch getragen, entweder in Form eines Krummstabs oder, vorzugsweise, über dem
Rücken gerollt; die Befederung ist lang und seidig.

Gliedmaßen
Vorderhand: Vorderläufe gerade und parallel, trocken; gute Knochenstruktur. Der Abstand
vom Boden bis zum Ellenbogen soll denzenigen zwischen Ellenbogen und Widerrist nicht
übertreffen.
Hinterhand: Gute Knochenstruktur; mässige Winkelung.
Pfoten: Leicht länglich in ihrer Form, klein; Zehen end aneinanderliegend.
Gangwerk: Der Bewegungsablauf beim Havaneser ist seinem fröhlichen Wesen
entsprechend auffällig leichtfüssig und flink. Die gerade nach vorne gerichteten Vorderläufe
bewegen sich frei, während die Hinterläufe in gerader Linie für den nötigen Schub sorgen.

Haarkleid
Haar: Das wollene Unterhaar ist schwach entwickelt, oft fehlend. Das Deckhaar ist sehr lang
(12-18 cm bei einem erwachsenen Hund), weich, glatt oder gewellt und kann lockige
Strähnen bilden. Jedwede Zurechtmachung, jedes Ausgleichen der Länge der Haare mit der
Schere und jede Art von Trimmen sind verboten. Ausnahme : die Säuberung der Haare an den
Pfoten ist zulässig, die Haare auf der Stirne dürfen leicht gekürzt werden, damit sie die Augen
nicht bedecken; auch die Haare am Fang dürfen leicht gekürzt werden, aber vorzugsweise
belässt man sie in ihrer natürlichen Länge.
Farbe: Es gibt zwei Farbvarietäten.
1) Selten vollständig reinweiss, falbfarben in verschiedenen Tönungen von hellfalbfarben bis
havannafarben (tabakfarben, rot-braun); in den zulässigen Farben gefleckt; leicht schwarz
gewolkt erlaubt.
2) Zulässige Farben und Flecken (weiss, hellfalbfarben bis havannafarben) mit schwarzen
Flecken, schwarzes Haarkleid.

Größe
Widerristhöhe: 23 bis 27 cm.
Toleranz: von 21 bis 29 cm.
Fehler:Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Schwere Fehler:
-Allgemeines Erscheinungsbild atypisch.
-Fang spitz oder stumpf, nicht gleich lang wie der Schädel.
-Raubvogelaugen; Augen zu tief eingesetzt oder vorstehend; Umrandung der Augen teilweise
depigmentiert.
-Körper zu lang oder zu kurz.
-Vorderläufe in "französischem Stand" (Vorderfußwurzel engstehend, Pfoten nach außen
gedreht).
-Missgebildete Hinterpfoten.
-Rute gerade, Rute nicht hoch getragen.
-Haar hart, zu wenig üppig; kurzes Haar außer bei den Welpen; zurechtgemachtes Haar.

Ausschließende Fehler:
-Vorbiss oder Rückbiss.
-Nasenschwamm depigmentiert.
-Entropium, Ectropium; Umrandung eines oder beider Augen depigmentiert.
-Über- oder Untergrösse.

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich
vollständig im Hodensack befinden.